GQ-Tour "Norden"

Kalt, verschlossen, windig, grau – die ersten Adjektive, die einem zu Norddeutschland einfallen, sind alles andere als anheimelnd. Und wer noch nie durch Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg oder Schleswig Holstein gereist ist, weiß es ganz genau: Auch die Menschen dort sind verschlossen, kühl und reden komisch. Wenn sie überhaupt den Mund aufmachen. Machen Sie sich besser selbst auf den Weg! Im Norden entdecken Sie eine ganz eigene weite Landschaft; flach wie ein Ostfriesenwitz, aber mit Tiefgang. Alte Kultur und ein starkes Heimatgefühl treffen auf Geschichten und Erfahrungen aus aller Herren Länder. Neues scheint hier immer wieder einfach an den Strand zu schwappen. Das prägt auch Architektur, Kunst, Musik und Gastronomie im Norden – einfach mal was Neues machen, lautet das Credo. Und ganz anders als das Klischee behauptet, lacht meistens sogar die Sonne: 2012 zum Beispiel war Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland mit den meisten Sonnenstunden.

Unsere Reise durch den Norden führt durch vier Bundesländer von der Ostsee an die Nordsee. Ganz im Osten starten wir den Trip in Kühlungsborn. Das alte Ostseebad war in der DDR wichtiges Reiseziel des FDGB-Feriendienstes. Heute hat sich der Ort mit historischen Bauten, Promenade und Seebrücke fein herausgeputzt. Weiter in Richtung Westen stoppen wir an einem der schönsten Hotels überhaupt: Das Weißenhaus ist ein Ort zum Träumen. In Hamburg gehen wir auf eine ganz spezielle Hafenrundfahrt. Von unserem Hotelzimmer aus bestaunen wir die Queen Mary am Übersee-Kai und freuen uns, dass wir nicht an Bord müssen. Vorbei an einem malerischen See mit feinem Fischrestaurant führt unsere Route weiter in Richtung Dänemark. In Glücksburg an der Ostsee entspannen wir noch einmal, bevor es an der Nordsee zu Sache geht – am Strand von Sankt Peter Ording treffen sich die besten Surfer, Kiter und Beachvolleyballer. Der Kitesurf Weltcup ist der größte der Welt.

Bewertung: 
Restaurant Vielmeer in Kühlungsborn
Einer der besten Plätze an der Ostsee ist das Vielmeer in Kühlungsborn. Direkt im Hafen lockt die riesige Holzterrasse. Hier genießen Sie prachtvolle Sonnenuntergänge mit Meerblick. An den Wochenenden spielt meist Live-Musik. Zur sehr guten Küche hat das Vielmeer eine kleine aber sehr feine Weinkarte. Die Liebe zum Rebensaft kommt nicht von ungefähr – direkt hinter dem Haupthaus hat das Restaurant seinen eigenen Weinberg. Kühlungsborn selber bietet den Sommer über direkt am Strand viele coole Events – von der Jazz-Night bis zum Smart-Super-Cup Beachvolley-Turnier.
Hotel Weißenhaus
Direkt an der Ostsee zwischen Kiel und Heiligenhafen liegt in der Nähe der Insel Fehmarn das Hotel Weißenhaus. Jan Henric Buettner, der ehemalige Deutschland-Chef von AOL, hat sich hier einen Traum verwirklicht. Die Gäste wohnen teils in wundervoll hergerichteten Altbauten, teils in neu gebauten Strandhäusern. Hier finden Sie die perfekte Mischung aus Ruhe und Luxus: Das Gelände des Weißenhaus ist 75 Hektar groß und hat einen zwei Kilometer langen eigenem Strand.
Hotel 25hours Hafencity
Das 25hours war das erste Hotel in Hamburgs Hafencity – und ist bis heute einzigartig. Als Teil des Überseequartiers liegt das Hotel zwischen Elbphilharmonie und Kreuzfahrtterminal. Mit ein wenig Glück sehen Sie von Ihrem Zimmer aus einen Ozeanriesen wie die Queen Mary. Die Zimmer – oder besser: Kojen – erinnern ganz bewusst an die alten Seemannsheime, sind aber gleichwohl deutlich luxuriöser. In der Lobby und im Restaurant finden sich dagegen Anklänge der rauen Hafenwelt – Taue, Schiffscontainer, Hochregale. Statt Sofas wird hier auf Stapeln aus Orientteppichen relaxed.
RIB Piraten Hamburg
RIB steht für „Rigid Inflatable Boat“ – ein schnelle und stabiles Schlauchboot, wie sie auch von den Navy-Seals benutzt werden. Mit diesen wendigen Motorbooten können Sie den Hafen Hamburg auf ganz spezielle Art erkunden. Die RIB Piraten führen Sie auf unterschiedlich langen Touren durch die verwinkelte Welt von Deutschlands größtem Seehafen. Neben ganz besonderen Einblicken bekommen Sie den Rausch der Geschwindigkeit gratis dazu.
Fischerklause am Lütjensee
Idyllisch vor den Toren Hamburgs am gleichnamigen See liegt die Fischerklause Luetjensee. Noch nie gehört? Trotzdem eine Reise wert. Die exzellente Weinkarte, der traumhafte Blick und die sehr gute Küche locken auch immer mehr Hamburger an den See, der seit 90 Jahren in Familienbesitz der Wirtsleute ist. Das Gourmetmagazin Falstaff hat die Fischerklause von Wirt Gerhard Retter kürzlich zum besten Gasthof in Nordeutschlands gewählt.
Restaurant Arche Noah in St. Peter-Ording
Der Treff für Beachboys, Surfer und Hamburger Szene-People an der Nordsee. An Tagen mit Sturmflut in Sankt Peter Ording ist die Arche Noah nur mit nassen Füßen zu erreichen, mitunter auch gar nicht. Meistens aber schon – und dann muss man einfach dagewesen sein. Das Restaurant am oder besser: über dem Strand bietet nicht nur eine feine Küche. Der Fernblick übers Meer ist einfach einzigartig. Leider ist die Arche Noah kein Geheimtipp mehr: Wer einen Platz ergattert hat, sollte nicht mehr aufstehen. Will man aber in der Regel auch gar nicht, außer für einen kleinen Badeausflug.
StrandGut Resort in St. Peter Ording
Auf der einen Seite der Dünen von Sankt Peter Ording liegt das Strandgut Resort. Auf der anderen locken zwölf Kilometer Sandstrand. Wem es draußen irgendwann zu ungemütlich wird, hat von dem modernen Wellness-Hotel einen eigenen Zugang zur benachbarten Dünen-Therme. Dort finden Sie einen 2500 Quadratmeter großen Wellnessbereich, der keine Wünsche offen lässt. Den ganzen Tag über werden Sie in den Restaurants des Hotels verwöhnt. Das „Deichkind“ ist eine Mischung aus Restaurant, Bar und Coffeeshop. Hier steht leichte Küche auf dem Programm: Sushi, Feines aus dem Wok, Salate oder Pasta. Wirklich sensationell sind die Cocktails auf der großen Terrasse mit Meerblick.
Strandhotel Glücksburg
Einige Kilometer nord-östlich von Flensburg liegt das 1872 erbaute Strandhotel Glücksburg. Und wie der Name schon sagt: direkt am Wasser. Ein wahrhaft mondäner Ort mit großen Gästen: Ob Kaiser Wilhelm II. oder Dichterfürsten wie Thomas Mann – die Gästeliste des Strandhotels ist beeindruckend. Dort fanden und finden die Gäste eine hervorragende Küche sowie wundervolle Zimmer und Suiten. Wer hier anreist, sucht Ruhe und den gewissen Hauch Luxus. 2006 wurde das alte Gemäuer grundlegend saniert und teilweise ganz neu aufgebaut. Vom Charme der Gründerzeit ist dabei nichts verloren gegangen.

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